
Burg Runkel heute.
Auf halbem Wege
zwischen Koblenz und Gießen, im Lahntal, welches die natürliche
Grenze zwischen Taunus und Westerwald bildet, liegt das Städtchen Runkel mit
seiner eindrucksvollen Burg. Ein musterhaftes Beispiel für einen
frühmittelalterlichen Verteidigungsbau.
Öffnungszeiten
2013:
vom 28. März bis 31.
Oktober.
Einlaß durchgehend von 10 bis 17 Uhr.
Führungen nur nach vorheriger Anmeldung.
Montag: Ruhetag außer an Feiertagen
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Eintrittspreise: |
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Erwachsene: |
4,00 € |
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Jugendliche (4
bis 14 Jahre): |
2,50 € |
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Senioren,
Studenten, Behinderte: |
3,50 € |
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Familienkarte: |
11,00 € |
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(2 Erw. u. bis 3 Kinder) |
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Hunde: |
1,00 € |
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Gruppen ab 15
Personen, je: |
3,50 € |
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mit Führung nach vorheriger Anmeldung |
4,50 € |
Auf Anfrage können standesamtliche Trauungen in der Burg durchgeführt werden.
Informationen
bei:
Burgverwaltung Runkel
Schloßplatz 2
65594 Runkel
Tel: 06482 / 94 14 72
oder: 06482 / 42 22, Fax: 06482 / 607154

Diashow
(mit Javascript)
Von der Autobahn A3
Frankfurt-Köln (Ausfahrt Limburg) erreicht man die Burg nach sieben Kilometern.
Runkel ist Bahnstation der Lahnstrecke Gießen-Koblenz. Eine ICE-Anbindung ist
Bahnhof Limburg-Süd. Unmittelbare Anschlüsse an die Linien Wiesbaden, Frankfurt
und Köln sind vorhanden.

Neuere
Geschichte und Wissenswertes:
Die neue Stadt Runkel wird nach dem freiwilligen Zusammenschluß
mit den Gemeinden Steeden, Ennerich,
Schadeck (1.12.1970), Arfurt,
Eschenau, Hofen, Wirbelau (31.12.1970) und der gesetzlichen Regelung mit der
Gemeinde Dehrn (1.7.1974) gebildet. Die 43,72 km²
große und 9.370 Einwohner zählende Stadt ist ein ideales Stadtquartier für
denjenigen, der auf Halbtagsausflügen die Kulturschätze der näheren Umgebung
kennenlernen will.
Fünf Landes- und sieben Kreisstraßen tangieren das Stadtgebiet und stellen
somit äußerst günstige, überörtliche Verbindungen und die Erschließung des
Stadtgebietes sicher.

Burg Runkel um 1800.
Einer Sage nach soll
ein Ritter Karls des Grossen im Jahr 778 den Entschluss
gefasst haben, auf dem Rücken des Felsens eine Burg zu bauen. Er benannte sie
nach dem Gebiet von Roncesvalles (französisch: Roncevaux)
in den Pyrenäen in Erinnerung an den dortigen Kampf gegen die Mauren.
Aus dem Namen Ronkeval wurde dann Runkel.
Tatsächlich wurde Burg
Runkel zur Sicherung des Lahnübergangs errichtet und im Laufe der Jahrhunderte
mehrfach erweitert.
Urkundlich wird Runkel erstmalig 1159 im Zusammenhang mit einem Siegfried von
Runkel genannt, der als Bürge und Zeuge für die Gräfin Beatrix von Laurenburg bei ihrer Belehnung mit der Burg Nassau durch
Erzbischof Hillin von Trier erwähnt. Er dürfte als
Sachverwalter des Reiches für die Erbauung der Burg Runkel in Frage kommen. Höchtswahrscheinlich haben wir in der Burg eine Gründung
des Hohenstauferkaisers Friedrich Barbarossa zu
sehen.
Im Jahr 1634 wurde die Kernburg durch Kroaten
(österreichische Truppen) unter der Führung des Grafen Isolani
zerstört.
Die Kernburg
wurde in der Folge nicht wieder aufgebaut. Sie bildet den heutigen Ruinenteil.
Stattdessen wurden andere Gebäudeteile für Wohnzwecke ausgebaut, die zwei
Innenhöfe umschließen.
Um 1250 beginnen
Familienstreitigkeiten, die mit der Vertreibung Heinrich von Runkel durch
Siegfried enden. Als Folge hiervon erbaut Heinrich auf der Runkel gegenüberliegenden Seite zum Trutz Burg Schadeck,
die 1288 zum erstenmal erwähnt wird. Wildbewegt und fehdenreich ist die Geschichte Runkels und seiner Burg, wie
der nachstehende kurze Abriß erkennen läßt:
Im Jahre 1288 kommt es
zur entgültigen Teilung und Trennung zwischen Runkel
und Westerburg, 1315 wird ein Dietrich von Runkel
genannt. Dietrich, der Dritte dieses Namens, bringt 1376 die Zehnten Schupbach und Aumenau in seinen
Besitz und läßt auch die Schloßbauten
neben der Burg entstehen.
1440
wird mit dem Bau der Lahnbrücke begonnen, die aber durch Streitigkeiten mit dem
Grafen Reinhard von Westerburg erst 1448
fertiggestellt wurde.
1543
weilt Luthers Freund und Helfer Melanchthon als Gast des Grafen Johann IV. von
Wied (ein Neffe des
Erzbischofs Hermann von Köln) auf Schloß Runkel. 1568 wird die Reformation in Runkel
eingeführt.
1622
wird der Landesherr Graf Hermann II von seinem jüngeren Bruder Philipp Ludwig,
der sich bei der Erbteilung benachteiligt glaubt, am 9. September in einem
Familienstreit aus Schloß und Herrschaft Runkel
vertrieben.
1634
Runkels schwärzester Tag im 30jährigen Krieg war der 15. Oktober. Die Kroaten
(österreichische Truppen) des Grafen Isolani erstiegen
die Mauern des Städtleins und legen den Ort samt dem
uralten schönen Schloß in Asche.
1719
sieht Runkel hannoversche Truppen in seinen Mauern,
1758
Sachsen,
1759
Franzosen.
1791
wird Graf Friedrich Ludwig durch Kaiser Leopold II die Fürstenwürde verliehen.
1794 ist die Wirkung
der Revolutionskriege zu spüren.
1796
werfen darmstädtische Truppen in einem nächtlichen Straßenkampf die Franzosen
aus der Stadt hinaus.
1806
fällt der rechtslahnige Teil der Herrschaft Runkel
und damit der entsprechende Teil der Stadt an das von Napoleon neugeschaffene
Großherzogtum Berg.
1824
beschließt Friedrich Ludwig, der Letzte des wied- und
runkelischen Hauses, sein Leben. Wied-Runkel fällt an
die Linie Wied-Neuwied.
(Siehe: Die Herrschaft Wied). Die Burg Runkel
befindet sich auch heute noch im Besitz der Familie zu Wied.


